New York gehört zu den am häufigsten fotografierten Städten der Welt. Der Fotograf Thomas Solecki hat die Metropole trotzdem oder vielleicht gerade deshalb besucht und seine eigenen Eindrücke in Bildern festgehalten.

Von Benjamin Fischer

Es gibt viele Möglichkeiten eine Stadt zu erkunden, am weitesten kommt man dabei doch erstaunlicherweise immer wieder zu Fuß. Auf seinen Streifzügen durch die Straßen von New York dokumentierte Thomas Solecki die sich überlagernden Rhythmen der Stadt. Jogger überqueren die Brooklyn Bridge im Gleichschritt, Autos rasen über Kreuzungen, Passanten marschieren die Gehwege entlang oder stehen auf der Straße, wartend auf die nächste Lücke im Verkehrsfluss. Dazwischen träumt ein kleines Mädchen vor sich hin und ein junger Mann gönnt sich genüsslich eine Pause. Der Blick durch die Kamera schweift mal frei umher, wandert suchend entlang der Häuserzeilen; er folgt dem Treiben und wendet sich dann wieder von diesem ab oder bleibt an einer bestimmten Stelle hängen. Die Bilder zeigen flüchtige Momente, deren Dauer und Tempo stets variieren. Der Puls der Stadt verändert sich, spaltet sich, wird arrhythmisch oder löst sich ganz auf und findet sich dann plötzlich in einem gemeinsamen Takt wieder.

Thomas Solecki lebt und arbeitet als freier Fotograf in Bochum. Weitere Arbeiten und Infos gibt es unter www.thomas-solecki.de.

 

 
Aus der Fotoreihe »Apple in motion«, © Thomas Solecki
www.thomas-solecki.de