Dass der tägliche Gehweg, die schlichte Fassade der Bürohochhäuser und die Büsche am Parkplatzrand mehr sein können als reine Großstadt-Tristesse, das zeigt Vera Drebusch mit ihrer Performance Beamer Walk. Ausgestattet mit einem Handbeamer und in Begleitung einer Kamera stöbert die junge Künstlerin durch Köln und Düsseldorf – immer auf der Suche nach einer neuen Umgebung als Projektionsfläche.

Vera Drebusch befreit den Beamer aus der Enge des Kongressraums, wo das Gerät für gewöhnlich bunte Diagramme an die Wand wirft, und bringt ihn in die Weite des öffentlichen Raums. Hier zaubert das Licht helle, von Treppenstufen und Straßenschildern durchbrochene Rechtecke auf Oberflächen, die der/die BetrachterIn umgehend abtasten und mit eigenen Vorstellungen füllen will. Eine Auswahl der Beamer Walks sind beim Rundgang der Kunsthochschule für Medien in Köln vom 12. bis 14. Juli, sowie im Oktober bei der Eröffnung des Goethe-Instituts in Montreal zu sehen. Online gibt es die Spaziergänge durch Stadt und Natur auch auf der Internetseite der Künstlerin: veradrebusch.de/BeamerWalk.html